Die Game of the Year Edition von Project CARS für die Xbox One bietet Retro-Gamern eine Mischung aus Erfahrungen. Auf der einen Seite beeindruckt sie mit einer Vielzahl an Inhalten: Über 50 zusätzliche Fahrzeuge, 4 Strecken und mehr als 60 von der Community erstellte Lackierungen. Diese Fülle erinnert an die Zeiten klassischer Rennspiele, in denen man sich in eine Vielzahl von Fahrzeugen und Strecken vertiefen konnte.
Allerdings lässt die Umsetzung insgesamt zu wünschen übrig. Trotz zahlreicher Erweiterungen und Verbesserungen seit der Veröffentlichung, fehlt es Project CARS: Game of the Year Edition an dem Nervenkitzel und der Begeisterung, die klassische Rennspiele auszeichneten. Dadurch wirkt das Spielerlebnis eher fade und enttäuschend.
Die Grafik ist zwar ansprechend, jedoch fängt sie nicht den nostalgischen Charme des Retro-Gamings ein. Vintage-Spiele haben etwas von ihrem Reiz und ihrer Einfachheit verloren, das hier kaum vorhanden ist. Es ist offensichtlich, dass die Entwickler auf einen modernen Look abzielten, dabei jedoch den zeitlosen Reiz vernachlässigten, der so viele Menschen in die Klassiker zog.
Zudem wirken die Steuerungen umständlich und träge, im starken Kontrast zur flüssigen und präzisen Bedienung in klassischen Rennspielen. Retro-Gaming-Enthusiasten schätzen das haptische Feedback und die intuitive Steuerung, die frühere Spiele so unterhaltsam gemacht haben. Hierbei kann Project CARS: Game of the Year Edition nicht überzeugen.
Trotz seiner Mängel bietet die Game of the Year Edition ein umfangreiches Paket für alle, die ein tiefes und fesselndes Rennspielerlebnis suchen. Die große Auswahl an Fahrzeugen und Strecken sorgt dafür, dass Spieler viele Inhalte erkunden und genießen können. Zudem trägt die Einbindung von von der Community erstellten Lackierungen zur Gemeinschaft und Personalisierung bei, was an die Retro-Gaming-Ära erinnert.
Letzten Endes präsentiert Project CARS: Game of the Year Edition für Xbox One eine Mischung aus nostalgischen Elementen und beschränkter Umsetzung. Obwohl es versucht, die Magie klassischer Rennspiele wiederzubeleben, kann es nicht das immersive und fesselnde Spielerlebnis bieten, nach dem Retro-Gamer suchen. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,5/10 spricht es möglicherweise nur eine Nischenzielgruppe an, die nach einer nostalgischen Rennspiel-Erfahrung sucht.
































