Mighty No. 9, ein seitlich scrollendes Action-Spiel für die Xbox One, versucht, das Wesen der geliebten 8- und 16-Bit-Klassiker einzufangen und es mit moderner Technologie zu verbinden, während es auch Fanvorschläge berücksichtigt. In einer Welt, in der mechanisierte Kreaturen aufgrund eines Computervirus verrückt geworden sind, übernimmt der Spieler die Kontrolle über Beck, den einzigen nicht infizierten Roboter in einer Reihe mächtiger Maschinen.
Das Spiel bietet sechs Stufen, möglicherweise sogar mehr durch Stretch-Ziele, und ermöglicht es den Spielern, diese in beliebiger Reihenfolge anzugehen. Als Beck musst du eine Vielzahl von Waffen und Fähigkeiten nutzen, die du von deinen Mighty Number-Roboterkollegen gestohlen hast, um sie zu besiegen und letztendlich dem Übel entgegenzutreten, das den Planeten bedroht. Es ist eine klassische Geschichte von Gut gegen Böse mit einem nostalgischen Twist.
Leider erfüllt Mighty No. 9 trotz vielversprechender Voraussetzungen nicht die Erwartungen. Obwohl es versucht, die Magie der Retro-Spiele wiederzubeleben, kann es auf mehreren Ebenen nicht überzeugen. Die Grafik, die als modernisierte Versionen klassischer Grafiken beworben wird, wirkt leider wenig inspiriert und fade. Die Charakterdesigns fehlen den Charme und die Kreativität, die vintage Spiele so unvergesslich machen.
Darüber hinaus fehlt dem Gameplay selbst die Flüssigkeit und Präzision der klassischen Titel, die es zu emulieren versucht. Die Steuerung fühlt sich zuweilen schwerfällig und unresponsiv an und führt zu frustrierenden und langweiligen Gameplay-Momenten. Die Freude daran, herausfordernde Level zu meistern und sich in spannende Kämpfe zu stürzen, wird durch diese technischen Probleme getrübt.
Ein Aspekt, der tatsächlich ein nostalgisches Gefühl hervorruft, ist die Möglichkeit, die Stufen in beliebiger Reihenfolge anzugehen. Dieser nicht-lineare Ansatz erinnert an die Flexibilität früherer Spiele und ermöglicht es den Spielern, ihr Erlebnis nach ihren eigenen Vorlieben anzupassen. Dies verleiht dem Spiel eine Ebene strategischen Denkens und Wiederspielbarkeit, was lobenswert ist.
Jedoch überlagert die mangelnde Umsetzung des Spiels als Ganzes dieses herausragende Merkmal. Es fällt schwer, sich in ein Spielerlebnis zu vertiefen, das nicht das volle Potenzial ausschöpft. Die Enttäuschung resultiert aus unerfüllten Versprechungen und nicht erfüllten Erwartungen und lässt die Spieler sich nach den Spielen sehnen, die Mighty No. 9 überhaupt erst inspiriert haben.
Zusammenfassend lässt Mighty No. 9 die Essenz klassischer Retro-Spiele, nach der viele Enthusiasten sich sehnen, vermissen. Obwohl es dem Genre eine frische Wendung gibt und einige nostalgische Elemente bietet, verhindern die enttäuschende Grafik, die schwerfällige Steuerung und die insgesamt enttäuschende Umsetzung ein wirklich befriedigendes Spielerlebnis. Als erfahrener Retro-Spiele-Enthusiast ist es entmutigend, ein Spiel mit so viel Potenzial seine Erwartungen nicht erfüllen zu sehen. Mighty No. 9 erhält eine Bewertung von 2 von 10.
































