Horrible Histories: Ruthless Romans für die Wii versucht, die beliebten Kinderbücher von Terry Deary in Form eines Partyspiels zum Leben zu erwecken. Als erfahrener Retro-Gaming-Enthusiast war ich sowohl interessiert als auch skeptisch, als ich mich auf dieses Spiel einließ. Einerseits konnte ich die nostalgische Atmosphäre nicht ignorieren, die mich an klassische Spiele aus meiner Jugend erinnerte. Andererseits konnte das Spiel jedoch nicht überzeugen und bot kein fesselndes und zufriedenstellendes Spielerlebnis.
Die Grundidee von Horrible Histories: Ruthless Romans ist einfach: Man schlüpft in die Rolle eines jungen Gladiators auf einer Reise zum Kolosseum. Auf dem Weg muss man verschiedene Kampftechniken erlernen und die Wunder des antiken Roms erkunden. Das Konzept an sich verspricht ein spannendes Abenteuer. Die Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig.
Die Minispiele, die das Hauptspielerlebnis ausmachen, sollen sowohl Unterhaltung als auch Bildung bieten. Obwohl ich den Versuch schätze, historisches Wissen in interaktive Aktivitäten einzubinden, empfand ich die Umsetzung als enttäuschend. Der Lernaspekt fühlte sich oft erzwungen an, da Informationen auf eine langweilige und uninspirierende Weise präsentiert wurden. Es gelang nicht, die Spieler wirklich zu fesseln und so effektiv zu unterrichten, wie es möglich gewesen wäre.
Visuell bietet Horrible Histories: Ruthless Romans einen Retro-Charme, der an die Ära der klassischen Spiele erinnert. Die pixelartigen Grafiken, obwohl einfach, schaffen eine nostalgische Atmosphäre, die mich an meine geliebten Retro-Konsolen erinnerte. Allerdings verfliegt die Faszination der Optik schnell, wenn man mit dem repetitiven und einfallslosen Gameplay konfrontiert wird.
Die Steuerung ist ein weiterer Aspekt, der meine Erwartungen nicht erfüllte. Die Bewegung meines Charakters fühlte sich umständlich und unpräzise an, was zu Frustration während actionreichen Sequenzen führte. Diese mangelnde Kontrolle beeinträchtigte mein Spielvergnügen erheblich und verhinderte jegliches Eintauchen in die Welt des antiken Rom.
Darüber hinaus enttäuscht die insgesamt geringe Tiefe von Horrible Histories: Ruthless Romans. Es fühlt sich eher wie eine Sammlung von hastig zusammengeworfenen Minispielen anstatt wie ein zusammenhängendes und fesselndes Spielerlebnis an. Die begrenzte Vielfalt und die oberflächlichen Gameplay-Mechaniken verhindern, dass das Spiel sein volles Potenzial ausschöpft und lassen die Spieler nach mehr Substanz verlangen.
Zusammenfassend lässt Horrible Histories: Ruthless Romans für die Wii sowohl in Bezug auf Bildung als auch Unterhaltung zu wünschen übrig. Obwohl der Retro-Charme und die visuelle Nostalgie dem Spielerlebnis eine gewisse Anziehungskraft verleihen, können die enttäuschende Umsetzung der Minispiele, die unresponsiven Steuerungen und das oberflächliche Gameplay nicht überzeugen. Als erfahrener Retro-Gaming-Enthusiast schätze ich den Versuch, Geschichte zum Leben zu erwecken, würde jedoch empfehlen, nach alternativen Spielmöglichkeiten zu suchen, um ein fesselndes und wirklich unterhaltsames Erlebnis zu haben.
































