DOOM: Unto The Evil für die PlayStation 4, das erste von drei DLC-Paketen, bringt frischen Multiplayer-Inhalt zu diesem ikonischen Ego-Shooter. Als erfahrener Retro-Gaming-Enthusiast hatte ich hohe Erwartungen an diese Erweiterung, bedenkt man die reiche Geschichte und Nostalgie der DOOM-Franchise. Doch trotz einiger Momente der wahren Wertschätzung kann ich die Mängel, die meine Gesamterfahrung getrübt haben, nicht übersehen.
Ein Aspekt, der mich sofort in die goldene Ära des Gamings zurückversetzt hat, waren die drei neuen Karten. Diese wunderschön gestalteten Arenen erfassen die Essenz des klassischen DOOM mit ihren komplexen Layouts und dem schnellen Gameplay. Das Navigieren durch diese Karten fühlte sich wie eine nostalgische Reise in die Vergangenheit an und weckte dieselbe aufregende Erregung in mir wie in meiner Jugendzeit. Die Liebe zum Detail und das beeindruckende Level-Design an diesen Orten zollten dem originalen DOOM wirklich Tribut.
Darüber hinaus sorgte die Hinzufügung eines neuen spielbaren Dämons für eine dringend benötigte Portion Vielfalt im Multiplayer-Modus. Als ich dieses monströse Wesen auf meine Gegner losließ, konnte ich nicht anders, als eine Welle der Nostalgie für die ikonischen Monster zu spüren, die meine Gaming-Sitzungen in meiner Kindheit heimgesucht haben. Die Entscheidung, dieses nostalgische Element einzuschließen, war lobenswert, da es den Matches eine zusätzliche Komplexität verlieh und ein Gefühl von Vertrautheit weckte, das an klassische Spiele erinnert.
Jedoch wurde meine Begeisterung durch die neue Waffe, die in diesem DLC eingeführt wurde, gedämpft. Sie sah zwar beeindruckend aus und klang auch so, aber ich fand, dass ihr der befriedigende Schlag und die einzigartigen Gameplay-Mechaniken fehlten, die das Waffenarsenal des originalen DOOM definierten. Es fühlte sich an wie eine verpasste Gelegenheit, die Essenz der Waffen der Franchise einzufangen, und hinterließ mich letztendlich enttäuscht und sehnsüchtig nach innovativeren Kampfoptionen.
Ähnlich verhielt es sich mit dem neuen Ausrüstungsgegenstand, der zwar einige strategische Möglichkeiten bietet, aber wie eine Wiederholung bekannter Mechaniken aus anderen modernen Shootern wirkte. Dadurch wurde der Geist des klassischen DOOM-Erlebnisses, das ich zu schätzen gelernt hatte, nicht eingefangen. Es ist enttäuschend, wenn ein Spiel versucht, Nostalgie aufzugreifen, aber in bestimmten Aspekten hinter den Erwartungen zurückbleibt und einen bitteren Geschmack bei treuen Fans hinterlässt.
Was die Anpassung betrifft, bietet DOOM: Unto The Evil eine Vielzahl von Rüstungssets, Gesten und Hack-Modulen, um das Multiplayer-Erlebnis zu personalisieren. Obwohl diese Optionen den Spielern ermöglichen, eine einzigartige Identität für ihren Charakter zu schaffen, wirkten sie letztendlich wie kosmetische Ergänzungen, anstatt bedeutende Gameplay-Verbesserungen zu sein. Es wäre beeindruckender gewesen, wenn diese Anpassungsmöglichkeiten mit sinnvollen Power-Ups oder Fähigkeiten verbunden wären, die an die einfallsreichen und imaginativen Power-Ups des originalen DOOM erinnern.
Insgesamt konnte DOOM: Unto The Evil für die PlayStation 4 trotz einiger flüchtiger Momente der Nostalgie und des Vergnügens die Magie der Franchise nicht wieder einfangen. Die neuen Karten und der spielbare Dämon haben erfolgreich den Geist des klassischen DOOM angesprochen, aber die neue Waffe und der Ausrüstungsgegenstand fehlten das innovative und packende Gameplay, das den Originaltitel so bahnbrechend gemacht hat. Die Anpassungsmöglichkeiten, obwohl visuell ansprechend, konnten keine bedeutenden Gameplay-Verbesserungen bieten. Mit einer Bewertung von 4/10 hinterlässt DOOM: Unto The Evil bei Retro-Gaming-Enthusiasten einen zwiespältigen Eindruck, die sich eine treuere und wirkungsvollere Erweiterung für ihre geliebte Franchise erhofft hatten.
































