Deadcore für die PlayStation 4 ist ein Plattformer, der versucht, die Genres von Ego-Shooter und Erkundung zu kombinieren und so ein einzigartiges und herausforderndes Spielerlebnis zu schaffen. Als erfahrener Retro-Gamer schätze ich den Versuch des Spiels, innerhalb des Plattformer-Genres zu innovieren, ähnlich wie klassische Titel, die Grenzen überschritten und Konventionen gebrochen haben. Deadcore präsentiert den Spielern ein futuristisches und traumhaftes Abenteuer, bei dem sie einen gigantischen Turm erklimmen müssen, der aus dem Nichts aufgetaucht ist.
Ein Aspekt, der in Deadcore heraussticht, ist der Fokus auf Speedruns. Das Spiel fordert die Spieler heraus, ihre Fähigkeiten an ihre Grenzen zu bringen und fördert schnelles Denken und präzises Handeln. Dieser Aspekt des Spiels erinnert mich an die Zeit, als Speedruns eine beliebte Möglichkeit waren, um die Beherrschung eines Spiels zu demonstrieren. Es verleiht dem Spiel einen nostalgischen Touch und erinnert mich an klassische Plattformer, bei denen das Abschließen von Levels in Rekordzeit eine Ehre war.
Die Welt von Deadcore ist von einem geheimnisvollen Nebel umhüllt, was eine faszinierende und unheimliche Atmosphäre schafft. Das Erkunden dieser nebelverhangenen Welt erinnert an atmosphärische Spiele, bei denen die Umgebung selbst eine entscheidende Rolle für das Gesamterlebnis spielte. Es ist ein willkommenes Feature, das dem Spiel Tiefe verleiht und es mehr als nur einen einfachen Plattformer macht.
Trotz der vielversprechenden Kombination von Genres und nostalgischen Elementen schafft es Deadcore in der Umsetzung nicht, zu überzeugen. Die Steuerung kann zuweilen umständlich und unresponsiv sein und führt zu frustrierenden Momenten, in denen Präzision gefragt ist. Dieser Mangel beeinträchtigt den Gesamtgenuss des Spiels, insbesondere für diejenigen, die ein flüssiges und reibungsloses Plattformer-Erlebnis suchen.
Zusätzlich dazu kann das Leveldesign in Deadcore repetitiv und uninspiriert wirken. Dies ist eine verpasste Chance angesichts des Potenzials für kreative und anspruchsvolle Levelgestaltungen, in denen klassische Retro-Spiele oft brillierten. Der Mangel an Abwechslung in den Umgebungen kann das Spiel monoton und langweilig wirken lassen und verhindert, dass es sein volles Potenzial ausschöpft.
Zusammenfassend versucht Deadcore für die PlayStation 4 die Genres von Plattforming, Ego-Shooter und Erkundung zu kombinieren und erweckt dadurch ein Gefühl der Nostalgie für klassische Retro-Spiele. Während der Fokus auf Speedruns und die nebelverhangene Atmosphäre des Spiels seinen Reiz haben, werden der umständlichen Steuerung und dem repetitiven Leveldesign sein Gesamterlebnis beeinträchtigt. Als erfahrener Retro-Gamer schätze ich den Aufwand, der in Deadcore gesteckt wurde, doch es bleibt hinter den Erwartungen zurück, ein wirklich unvergessliches und zufriedenstellendes Spielerlebnis zu bieten. Daher würde ich Deadcore mit 3,5 von 10 Punkten bewerten.
































