Darksiders III für die PlayStation 4 entführt die Spieler auf eine Reise in eine apokalyptische Erde und lässt sie in die Rolle von FURY schlüpfen, einem der rätselhaften Vier Reiter der Apokalypse. Mit der Aufgabe, die sieben Todsünden zu jagen und zu eliminieren, muss FURY das Gleichgewicht in einer von Chaos und Zerstörung zerrissenen Welt wiederherstellen. Als langersehnter dritter Teil der beliebten Darksiders-Serie waren die Erwartungen natürlich hoch, doch leider kann das Spiel in mehreren wichtigen Bereichen nicht überzeugen.
Ein Aspekt, der in Darksiders III hervorsticht, ist sein nostalgischer Charme, der an das goldene Zeitalter der Hack-and-Slash-Action-Adventure-Spiele erinnert. Mit seiner lebendigen Optik, epischen Bosskämpfen und einer Welt voller Geheimnisse fängt das Spiel den Geist klassischer Titel aus der Retro-Gaming-Ära ein. Doch während es gelingt, ein Gefühl der Nostalgie zu erzeugen, kann es sein Potenzial oft nicht ausschöpfen.
Das Hauptproblem liegt in den Gameplay-Mechaniken, die sich oft umständlich und unausgereift anfühlen. Der Kampf mangelt an der Fluidität und Präzision, die man bei anderen modernen Titeln findet, was ihn zuweilen frustrierend und unbefriedigend macht. Außerdem werden das Leveldesign und die Rätsel, während sie anfangs fesselnd wirken, schnell repetitiv und bieten nicht genug Tiefe, um die Spieler über längere Zeiträume hinweg zu fesseln.
Auf der positiven Seite ist das Schwierigkeitsniveau in Darksiders III fordernd und erfordert taktisches Denken und das Anpassen der Strategien in jeder Begegnung. Das verleiht dem Gameplay eine spannende und befriedigende Note, die an die Schwierigkeit vieler Retro-Spiele erinnert. Darüber hinaus sind die Synchronstimmen und die Erzählweise lobenswert und ziehen die Spieler erfolgreich in die Welt hinein, während sie die Handlung vorantreiben.
Visuell beeindruckt Darksiders III mit seiner atmosphärischen Umgebung und seinem einzigartigen Kunststil. Die postapokalyptischen Landschaften sind wunderschön dargestellt und fangen die Verlassenheit und Erhabenheit einer von Krieg verwüsteten Welt ein. Allerdings hindern technische Probleme und gelegentliche Framerate-Einbrüche das Gesamterlebnis und mindern die immersiven Qualitäten des Spiels.
Was die Wiederspielbarkeit betrifft, kann Darksiders III nicht überzeugen. Obwohl das Spiel eine anständig lange Kampagne bietet, fehlt es nach dem Abschluss an Anreizen, die Welt erneut zu bereisen oder weitere Durchgänge zu starten. Außerdem dämpft der Mangel an bedeutungsvollen Nebenquests oder Sammelobjekten den Wunsch, die detailreich gestaltete Welt vollständig zu erkunden.
Insgesamt versucht Darksiders III für die PlayStation 4, den Geist des klassischen Retro-Gamings einzufangen, erfüllt aber nicht die hohen Erwartungen, die seine Vorgänger geschaffen haben. Während es mit seiner nostalgischen Atmosphäre, fesselnder Erzählung und anspruchsvollem Gameplay brillante Momente zeigt, wird es durch den umständlichen Kampf, das repetitive Leveldesign und den Mangel an Wiederspielbarkeit enttäuscht. Retro-Gaming-Enthusiasten mögen in diesem Titel etwas Freude finden, aber für den durchschnittlichen Spieler könnte er den Erwartungen nicht gerecht werden.
































