Spider-Man: Edge of Time, oh Junge, wo soll ich nur anfangen? Entwickelt vom berüchtigten, zum Activision-Konzern gehörenden Studio Beenox, hatte dieses Spiel viel Potential, ein nostalgisches Erlebnis ähnlich den klassischen Spider-Man-Spielen der Vergangenheit zu bieten. Leider bleiben seine Qualitäten auf mehreren Ebenen hinter den Erwartungen zurück.
Einer der Hauptaspekte, die bei mir nostalgische Gefühle hervorrufen, ist die Möglichkeit, sowohl als der klassische Amazing Spider-Man als auch als der futuristische Spider-Man 2099 zu spielen. Es ist immer aufregend, verschiedene Interpretationen des ikonischen Netzschwingers zu erleben, und in diesem Spiel kann man als beide durch die Straßen von New York schwingen und dabei Feinde bekämpfen und Rätsel lösen. Das Konzept an sich ist äußerst mitreißend und wurde von einer beliebten Comicbuch-Storyline inspiriert.
Jedoch scheitert Edge of Time bei der Umsetzung. Die Steuerung wirkt umständlich und reagiert oft nicht richtig, was zu frustrierenden Momenten und verpassten Gelegenheiten führt. Auch die Kamerawinkel lassen zu wünschen übrig und versperren oft die Sicht, was das reibungslose Durchspielen der Level erschwert. Es ist bedauerlich, da das Gameplay das Herz und die Seele eines guten Retrospiels sein sollte, doch in diesem Fall enttäuscht es die Gesamterfahrung schwerwiegend.
Darüber hinaus gelingt es Edge of Time nicht, den Charme und die Atmosphäre der klassischen Spider-Man-Spiele in Grafik und Sounddesign einzufangen. Während verständlich ist, dass es sich hierbei um einen Titel für die PlayStation 3 handelt, wirken die Grafiken veraltet und bieten nicht den Glanz, den wir von modernen Spielen gewohnt sind. Die Musik versucht zwar, episch und heroisch zu sein, wirkt jedoch wiederholt und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.
Als positiven Aspekt sei die fesselnde Geschichte genannt, die von einer fehlgeschlagenen Zeitlinie und einer Mission handelt, die Zukunft zu retten, indem Peter Parkers vorzeitiger Tod verhindert wird. Es ist erfrischend, eine Handlung zu sehen, die sich mit den Komplexitäten von Zeitreisen befasst, auch wenn ihre Umsetzung etwas enttäuschend ist. Das Synchronsprechen ist ebenfalls lobenswert, da die talentierten Sprecher den ikonischen Charakteren Leben einhauchen.
Abschließend ist Spider-Man: Edge of Time ein Spiel, das eine nostalgische Reise verspricht, aber letztendlich nicht liefern kann. Obwohl das Konzept, als verschiedene Versionen von Spider-Man zu spielen, ansprechend ist, verhindern die umständliche Steuerung, veraltete Grafiken und mäßiges Sounddesign das Gesamterlebnis. Wenn du ein eingefleischter Spider-Man-Fan bist und dich nach den glorreichen Tagen des Retro-Gamings sehnt, magst du möglicherweise einige Freude an diesem Titel finden. Wenn du jedoch nach einem polierten und befriedigenden Spielerlebnis suchst, solltest du besser die umfangreiche Bibliothek der klassischen Spider-Man-Spiele erkunden, die die Essenz des geliebten Netzschwingers wirklich einfangen.
































