Resident Evil: Operation Raccoon City für die PlayStation 3 entführt die Spieler zurück in das legendäre Raccoon City während des T-Virus-Ausbruchs. Als erfahrener Retro-Gamer ist es immer aufregend, klassische Orte erneut zu besuchen und bekannten Feinden zu begegnen. Doch dieser Ableger der Resident Evil-Reihe schafft es nicht, die Essenz seiner Vorgänger einzufangen und erhält daher eine enttäuschende Bewertung von 2.5/10.
Einer der Hauptnachteile des Spiels ist die mäßige Umsetzung der Handlung. Obwohl die Idee eines Elite-Teams, das Beweise zerstört und Überlebende eliminiert, faszinierend ist, liefert die Geschichte nicht die Spannung und Tiefe, die Fans von der Resident Evil-Reihe erwarten. Charaktere wie Leon S. Kennedy, ein junger Polizist in Raccoon City, hätten mehr in den Vordergrund gerückt werden sollen, wirken aber untergenutzt.
Was das Gameplay betrifft, versucht Resident Evil: Operation Raccoon City den Third-Person-Shooter mit Survival-Horror-Elementen zu vereinen. Leider führt dies zu einer umständlichen und frustrierenden Spielerfahrung. Die Steuerung wirkt zuweilen träge und hindert den Spieler daran, sich effektiv durch die Umgebung zu bewegen und in den Kampf einzugreifen. Diese mangelnde Feinabstimmung ist enttäuschend für diejenigen, die sich ein flüssiges und immersives Gameplay erhoffen, wie man es aus den klassischen Resident Evil-Spielen kennt.
Ein Aspekt, der bei Retro-Gaming-Enthusiasten nostalgische Gefühle wecken könnte, ist die Einbeziehung von ikonischen Orten wie dem Raccoon City Police Department. Diese vertrauten Wahrzeichen erinnern an die reiche Geschichte der Serie und lassen einen Blick in die Vergangenheit werfen. Allerdings reicht dieser nostalgische Reiz nicht aus, um die generellen Schwächen von Operation Raccoon City wettzumachen.
Die Mehrspielermodi sind ein Highlight des Spiels, mit Koop- und Online-Multiplayer-Optionen. Das Spiel mit Freunden kann etwas Spaß in die Erfahrung bringen, vermag jedoch nicht, die grundlegenden Mängel des Spiels zu überdecken. Die Hinzufügung von bio-organischen Waffen (B.O.W) und Zombies als dritte Kraft schafft Chaos auf dem Schlachtfeld, entschädigt jedoch nicht für die uninspirierten Gameplay-Mechaniken.
Resident Evil: Operation Raccoon City wurde in Zusammenarbeit zwischen Capcom Japan und einem westlichen Multiplayer-Spezialstudio entwickelt. Obwohl diese Partnerschaft das Potenzial hatte, ein hochwertiges Spielerlebnis zu liefern, bleibt das Endprodukt hinter den Erwartungen zurück. Spieler, die ein authentisches und befriedigendes Retro-Gaming-Erlebnis im Resident Evil-Universum suchen, könnten von diesem Teil enttäuscht sein.
Zusammenfassend lässt Resident Evil: Operation Raccoon City für die PlayStation 3 die Essenz der Serie vermissen und erhält eine niedrige Bewertung von 2.5/10. Die mäßige Handlung, das umständliche Gameplay und die unausgereiften Mechaniken untergraben das Potenzial für ein unterhaltsames Retro-Gaming-Erlebnis. Trotz der Verwendung bekannter Orte und der Einführung von Mehrspielermodi reichen diese Aspekte nicht aus, um die generellen Schwächen des Spiels zu kompensieren. Es ist ein enttäuschender Teil der Resident Evil-Reihe, der Fans sich sehnen lässt nach der Qualität und Nostalgie seiner Vorgänger.
































