Call of Juarez: The Cartel ist der dritte Teil der Call of Juarez-Reihe und kann den Ansprüchen seiner Vorgänger nicht gerecht werden. Entwickelt von Techland und veröffentlicht von Ubisoft, hat dieses Spiel sowohl in Bezug auf das Gameplay als auch die Handlung viel zu bieten. Leider erfüllt es auf vielen Ebenen nicht die Erwartungen und lässt die Spieler enttäuscht zurück, sehnsüchtig nach dem Charme der früheren Spiele.
Einer der größten Nachteile von The Cartel ist der Abschied von der Wild-West-Kulisse, die die vorherigen Spiele so ansprechend gemacht hat. Stattdessen versetzt es die Spieler in eine moderne Umgebung, in der sie damit beauftragt sind, ein gefährliches Drogenkartell zu infiltrieren. Obwohl dieser Szenenwechsel erfrischend hätte sein können, wirkt er erzwungen und fehl am Platz und lässt die Spieler nach den staubigen Landschaften und spannungsgeladenen Schießereien des Wilden Westens sehnen.
Das Gameplay selbst ist enttäuschend, mit umständlichen Mechaniken und einfallslosen Schießereien. Die Steuerung fühlt sich träge und unresponsive an, und die KI von Gegnern und Verbündeten lässt stark zu wünschen übrig. Es fällt schwer, sich in die Action einzufühlen, wenn jede Begegnung wie eine lästige Pflicht erscheint und die Aufregung und Intensität fehlt, für die die Call of Juarez-Reihe bekannt ist.
Ein positives Merkmal von The Cartel ist der Multiplayer-Modus, der kooperatives Spielen mit Freunden oder Online-Spielern ermöglicht. Während die Kampagne vielleicht nicht fesselt, kann das Zusammenspiel mit anderen etwas Spaß bringen und dem ansonsten enttäuschenden Erlebnis etwas Leben einhauchen. Trotzdem kann selbst dieses Feature die Mängel des Spiels nicht vollständig ausgleichen.
In ästhetischer Hinsicht schafft es The Cartel nicht, den nostalgischen Charme klassischer Spiele einzufangen. Die Grafik ist bestenfalls mittelmäßig und fehlt der Liebe zum Detail und der Künstler-Artistik, die in anderen Titeln dieser Zeit zu sehen sind. Auch das Sounddesign lässt stark zu wünschen übrig, mit vergessenswerter Musik und unbeeindruckendem Synchronsprechen.
Insgesamt ist Call of Juarez: The Cartel eine enttäuschende Ergänzung der Serie und schafft es nicht, die Essenz seiner Vorgänger einzufangen. Durch den Abschied von der Wild-West-Kulisse, das enttäuschende Gameplay und die enttäuschenden visuellen Darstellungen wird es zu einem vergessenswerten Erlebnis sowohl für Fans der Serie als auch für Retro-Gaming-Enthusiasten. Wenn man sich nach Nostalgie und dem Nervenkitzel des Wilden Westens sehnt, empfiehlt es sich, lieber frühere Teile der Call of Juarez-Reihe zu erleben anstatt Zeit mit The Cartel zu vergeuden.
































