Als erfahrener Retro-Gamer bringt Atelier Meruru: The Apprentice of Arland für die PlayStation 3 sowohl Wertschätzung als auch Anspruch in den Vordergrund. Entwickelt von Gust und veröffentlicht von NIS America, markiert dieses Spiel den dritten und letzten Teil der Atelier-Serie, die in der charmanten Arland-Welt spielt.
Fans klassischer Spiele werden in Atelier Meruru einen nostalgischen Charme und ein vertrautes Gefühl finden. Mit seiner handgezeichneten Grafik und dem bunten Kunststil erinnert das Spiel an die Zeit, als die Visuals mit akribischer Liebe zum Detail gestaltet wurden. Jeder Charakter und jede Umgebung ist wunderschön umgesetzt und schafft eine Welt, die zum Erkunden und Entdecken einlädt.
Jedoch kommt Atelier Meruru in einigen entscheidenden Bereichen zu kurz. Das Spieltempo kann manchmal etwas unausgeglichen sein und langsame Abschnitte können sich wie eine Last anfühlen. Darüber hinaus mangelt es dem Kampfsystem an Tiefe und Komplexität, wodurch die Kämpfe repetitiv und anspruchslos wirken.
Das eigentliche Highlight von Atelier Meruru liegt jedoch in seinem Alchemiesystem. Das Spiel erlaubt es den Spielern, Zutaten zu sammeln und verschiedene Gegenstände herzustellen, was ein Gefühl von Erfolg und Fortschritt vermittelt. Der Stolz, der daraus entsteht, ein mächtiges Objekt oder einen hilfreichen Trank zu erschaffen, bereichert das Gameplay.
In Bezug auf die Geschichte bietet Atelier Meruru eine fesselnde Erzählung, die sich im Verlauf des Spiels entfaltet. Die Charaktere sind gut geschrieben und nachvollziehbar, was das Gesamterlebnis verbessert. Allerdings kann die Handlung manchmal zusammenhanglos und ohne Zusammenhalt wirken, was es schwierig macht, sich vollständig in die Geschichte hineinzuversetzen.
Insgesamt ist Atelier Meruru: The Apprentice of Arland eine Mischung aus Erfolgen und Enttäuschungen. Während es mit seinen nostalgischen Visuals und dem Alchemiesystem den Kernklassischer Spiele erfolgreich einfängt, bleibt es in Bezug auf Tempo, Kampfsystem und Erzählweise hinter anderen Klassikern des Genres zurück. Retro-Gaming-Enthusiasten mögen Momente der Freude in diesem Titel finden, aber letztendlich kann es nicht mit anderen Klassikern mithalten. Eine Bewertung von 3,5 von 10 scheint für diesen etwas enttäuschenden Beitrag zur Atelier-Serie angemessen.
































