Stolen für die PlayStation 2 bietet eine verlockende Prämisse und versetzt die Spieler in die Rolle eines geschickten Einbrechers, der sich durch die Schatten einer futuristischen Stadt bewegt. Mit Anklängen an klassische Stealth-Spiele wie Thief und Splinter Cell versucht Stolen, die Essenz von Intrigen und geheimen Operationen einzufangen. Leider erreicht das Spiel trotz lobenswerter Absichten nicht das gewünschte Ergebnis.
Schon in dem Moment, in dem man die Kontrolle über die Protagonistin Anya Romanov übernimmt, verspürt man eine nostalgische Sehnsucht nach vergangenen Zeiten. Die düster beleuchteten Gassen, weitläufigen Dächer und hochtechnisierten Sicherheitssysteme erzeugen eine faszinierende Mischung aus Noir-Mystik und Cyberpunk-Stimmung. Es ist eine Welt, die an die glorreichen Tage des Stealth-Gamings erinnert und Retro-Enthusiasten werden die vertraute Immersion zu schätzen wissen.
Allerdings kann Stolen in Bezug auf Mechanik und Gameplay nicht mit den Stealth-Klassikern mithalten, dessen Ästhetik und Setting es so ähnlich nachahmt. Die Steuerung ist schwerfällig und reagiert langsam, sodass selbst einfache Bewegungen frustrierend unpräzise sind. In Kombination mit schlechten Kamerawinkeln und einer Vielzahl von Fehlern wird das Navigieren im Spiel zu einer Geduldsprobe anstelle eines aufregenden Stealth-Erlebnisses.
Auch das Level-Design von Stolen lässt zu wünschen übrig. Obwohl der anfängliche Reiz, weitläufige Umgebungen zu erkunden, verlockend ist, wird schnell klar, dass die Level an Tiefe und Abwechslung fehlen. Die repetitive Natur der Aufgaben und Umgebungen enttäuscht die Erwartungen, erfüllt jedoch nicht das Potenzial, spannende und dynamische Spielerlebnisse zu schaffen. Stattdessen wirkt jede Mission wie ein eintöniger Schritt, der die Spannung und Aufregung vermissen lässt, die man von einem Stealth-Spiel erwarten würde.
Bei der Handlung versucht Stolen ein komplexes Geflecht aus Intrigen und Rätseln zu weben. Die Geschichte folgt Anya, während sie eine Verschwörung um einen gestohlenen Artefakt und eine geheimnisvolle Organisation aufdeckt. Obwohl die Prämisse vielversprechend ist, wird die Umsetzung durch uninspiriertes Dialog und mangelhafte Synchronisation beeinträchtigt. Die Charaktere hinterlassen keinen bleibenden Eindruck und die Geschichte selbst fehlt der Tiefe und Raffinesse, um die Spieler zu fesseln.
Letztendlich schafft es Stolen für die PlayStation 2 nicht, die Magie von klassischen Stealth-Spielen einzufangen. Obwohl es mit seiner atmosphärischen Umgebung und nostalgischen Ästhetik ein Gefühl von Nostalgie hervorrufen kann, beeinträchtigen die frustrierende Steuerung, das repetitive Gameplay und die mangelhafte Erzählung letztendlich sein Potenzial. Während Retro-Gaming-Enthusiasten vielleicht etwas Freude daran haben, diesen Titel wiederzuentdecken, ist es schwer, es jemandem zu empfehlen, der ein wirklich unvergessliches Stealth-Erlebnis sucht.
































