Waking the Glares: Chapters I and II ist ein PC-Spiel, das versucht, die Spieler in eine einfachere Zeit zurückzuversetzen und an die klassische Retro-Gaming-Ära zu erinnern. Als erfahrener Retro-Gaming-Enthusiast ist es erfrischend zu sehen, dass die Entwickler, Wisefool Studio, der nostalgischen Atmosphäre der alten Spiele Tribut zollen. Allerdings erfüllt das Spiel trotz seines Potenzials nicht die Erwartungen hinsichtlich des immersiven Erlebnisses, das es verspricht.
Die Geschichte von Waking the Glares folgt Dawnfall, einer Figur, deren Leben von einem mysteriösen Buch, das die Macht hat, das Universum neu zu formen, tiefgreifend verändert wird. Dieses Konzept ist zweifellos faszinierend und spricht die Fantasie von Spielern an, die eine Vorliebe für einzigartige Erzählungen haben. Die Prämisse des Spiels schafft unzählige Möglichkeiten und lässt die Spieler begierig werden, die Welt zu erkunden und ihre Geheimnisse zu enthüllen.
Trotz der vielversprechenden Handlung lässt die Umsetzung von Waking the Glares in puncto Gameplay viel zu wünschen übrig. Die Steuerung fühlt sich umständlich und unresponsiv an und hindert den Spieler daran, sich vollständig mit der Umgebung auseinanderzusetzen. Die Rätsel sind zwar konzeptionell interessant, mangeln aber oft an logischer Kohärenz und frustrieren den Spieler eher, anstatt ihn herauszufordern. Diese Gameplay-Mängel mindern das Erlebnis und verhindern, dass die Spieler die sorgfältig gestaltete Welt der Entwickler vollständig schätzen können.
Visuell setzt Waking the Glares auf einen pixeligen Kunststil, der die retro Spiele vergangener Tage ehrt. Es gelingt ihm, die Essenz des klassischen Gamings einzufangen und ein Gefühl der Nostalgie zu erzeugen. Die Umgebungen des Spiels sind sorgfältig gestaltet und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, was die Spieler in eine Welt entführt, die sowohl vertraut als auch geheimnisvoll erscheint. Allerdings fehlt es diesen Umgebungen an Abwechslung, was mit der Zeit repetitiv wird und den ursprünglichen Reiz verblassen lässt.
Ein Aspekt, der in Waking the Glares hervorsticht, ist der geheimnisvoll schöne Soundtrack. Die melodiösen Klänge ergänzen perfekt die atmosphärische Stimmung des Spiels und verstärken das immersive Erlebnis. Die Musik erinnert an klassische Spiel-Soundtracks und weckt ein Gefühl der Begeisterung und des Interesses, das die Spieler noch tiefer in die fesselnde Welt hineinzieht.
Leider erfüllt Waking the Glares: Chapters I and II trotz des reizvollen Potenzials seines einzigartigen Konzepts und Kunststils nicht die Erwartungen. Die Gameplay-Mängel, unresponsiven Steuerungen und fehlende Logik in den Rätseln beeinträchtigen das Gesamterlebnis. Obwohl das Spiel eine nostalgische Ästhetik und einen fesselnden Soundtrack liefert, gelingt es ihm letztendlich nicht, ein wirklich immersives und ansprechendes Retro-Gaming-Erlebnis zu bieten.
Bewertung: 2,5/10
































