Sinking Island, das neueste Spiel von Benoît Sokal, entführt Retro-Gamer zurück in die Welt der Detektivgeschichten mit seinem Point-and-Click-Abenteuer-Stil. Dank opulenter und detaillierter Grafiken tauchen Spieler in eine reiche Umgebung ein, die von idyllischen Stränden bis zu einem extravaganten Turm reicht.
Das rasante Szenario von Sinking Island umfasst Hass, Missgunst, Verrat und Intrigen auf einer tropischen Insel und bietet Spielern somit ein wahres Noir-Roman-Erlebnis in einem Videospiel. Das Spiel ist clever in zehn einfache Fragen unterteilt, die nacheinander beantwortet werden müssen, um in der Ermittlung voranzukommen und gibt dem traditionellen Point-and-Click-Format somit eine einzigartige Wendung.
Eine herausragende Funktion von Sinking Island ist sein zugängliches Ermittlungssystem, das es Spielern ermöglicht, verschiedene Verdächtige zu konfrontieren, ihre Aussagen mit Beweisen zu vergleichen und deduktiv voranzuschreiten. Diese Mechanik verleiht dem Spiel Tiefe und Immersion, sodass sich Spieler wirklich wie Detektive fühlen.
Neben der Spannung und dem Gefühl der Dringlichkeit integriert Sinking Island ein zeitliches Rennen. Während ein Sturm tobt, versinkt der Turm, in dem die Ermittlung stattfindet, immer weiter im Wasser. Spieler haben nur drei Tage Zeit, das Geheimnis zu lösen, bevor alle Hinweise und der Schuldige für immer verloren sind. Dies verleiht dem Gameplay einen aufregenden Aspekt und hält Spieler engagiert und auf Trab.
Sinking Island bietet zwei Spielmodi zur Auswahl. Im Expertenmodus ist Tempo von großer Bedeutung und Spieler müssen schnell Entscheidungen treffen, ohne Zeit zu verlieren. Der Abenteuermodus hingegen ermöglicht es Spielern, jede Location in ihrem eigenen Tempo zu erkunden, die wundervollen Kulissen aufzunehmen und sich vollständig in die atmosphärische Welt des Spiels einzutauchen.
Während Sinking Island eine fesselnde Prämisse und ansprechende Grafiken aufweist, hapert es an einigen Stellen. Das Spiel leidet unter mangelnder Feinabstimmung und fehlt es an der Liebe zum Detail, die man von einem modernen Point-and-Click-Abenteuer erwarten würde. Die Dialoge und die Sprachausgabe können zuweilen hölzern und uninspiriert sein, was von der Gesamtimmersion ablenkt.
Darüber hinaus können die Rätsel in Sinking Island frustrierend und schwerfällig sein, sodass Spieler sich häufig auf Ausprobieren und Fehler begehen verlassen müssen, anstatt logisch zu deduzieren. Dies mindert die Zufriedenheit beim Lösen des Rätsels und kann zu Momenten der Frustration führen.
Mit einer Bewertung von 3,5/10 ist Sinking Island eine gemischte Tüte. Es bietet ein faszinierendes und nostalgisches Gefühl, das an klassische Point-and-Click-Abenteuerspiele erinnert. Doch technische Mängel und Designentscheidungen mindern das Gesamterlebnis. Während Fans des Genres ihren Spaß an den einzigartigen Aspekten des Spiels haben können, könnten andere von seinen Mängeln enttäuscht sein.
































