Trotz seines faszinierenden Konzepts lässt die Umsetzung von Randall für den PC viel zu wünschen übrig. Das Spiel, entwickelt und veröffentlicht von We The Force, versucht, die Spieler in eine dystopische Welt voller ständiger Überwachung und Kontrolle einzutauchen. Als Randall, ein Telepath mit einer Prise Schizophrenie, haben die Spieler die Aufgabe, sich in dieser unterdrückenden Gesellschaft zurechtzufinden und ihre Fähigkeiten einzusetzen, um jeden Charakter auf dem Bildschirm zu steuern und zu spielen.
Aus nostalgischer Sicht gelingt es Randall tatsächlich, das Wesen klassischer Spiele einzufangen. Die Pixelgrafik und der Chiptune-Soundtrack erzeugen ein Gefühl der Nostalgie und erinnern an retro Spielerlebnisse. Allerdings reichen diese nostalgischen Elemente allein nicht aus, um das Spiel vor seinen zahlreichen Mängeln zu retten.
Ein Hauptproblem bei Randall ist das enttäuschende Gameplay. Trotz des Potenzials, das sich durch die Fähigkeit des Protagonisten, mehrere Charaktere zu kontrollieren, bietet, wirken die Mechaniken umständlich und schlecht umgesetzt. Das Hin- und Herschalten zwischen den Charakteren ist oft ein frustrierender und unintuitiver Prozess, was zu einem Mangel an Spielgeschwindigkeit führt, der schnell ermüdend wird.
Darüber hinaus sind das allgemeine Leveldesign und die Begegnungen mit Feinden in Randall uninspiriert und repetitiv. Die dystopische Kulisse hätte die Möglichkeit für interessante und abwechslungsreiche Umgebungen bieten können, stattdessen trifft der Spieler auf monoton wirkende Landschaften und generische Feinde. Dies lässt das Spiel langweilig und wenig fesselnd wirken und schafft es nicht, die Spieler vollständig in seine Welt eintauchen zu lassen.
Ein weiterer Aspekt, der das Spielerlebnis von Randall beeinträchtigt, ist seine technische Performance. Das Spiel leidet unter häufigen Einbrüchen der Bildwiederholungsrate und fehlerhaften Animationen, die das bereits enttäuschende Gameplay weiter beeinträchtigen. Diese technischen Probleme erschweren es, den nostalgischen Charme des Spiels vollständig zu würdigen, da sie die Spieler ständig an sein neuartiges, aber fehlerhaftes Konzept erinnern.
In Bezug auf die Handlung kann Randall keine packende Geschichte bieten. Das Konzept einer dystopischen Gesellschaft unter ständiger Überwachung birgt Potential, aber die Umsetzung fehlt an Tiefe und versäumt es, die möglichen sozialen und philosophischen Themen zu erkunden. Stattdessen wirkt die Geschichte fragmentiert und zusammenhangslos, was bei den Spielern das Gefühl ungenutzten Potenzials zurücklässt.
Insgesamt erreicht Randall für den PC nicht seine ehrgeizigen Ziele. Obwohl seine nostalgische Ästhetik und sein faszinierendes Konzept anfangs das Interesse von Retro-Spielbegeisterten wecken können, tragen das enttäuschende Gameplay, das einfallslose Leveldesign, die technischen Probleme und die unterentwickelte Handlung zu einer enttäuschenden Erfahrung bei. Es ist bedauerlich, dass ein Spiel mit so viel Potential seine Versprechen nicht einlöst und daher nur eine niedrige Bewertung von 1,5 von 10 erhält.
































