Als erfahrener Reservoir Gaming-Enthusiast hatte ich hohe Erwartungen an Hoard für den PC, ein Spiel, das den perfekten Mix aus Arcade-Action, Strategie und altmodischem Schatzhorten zu versprechen schien. Entwickelt und veröffentlicht von Big Sandwich Games, Inc. hatte es definitiv alle Elemente eines klassischen Spiels, aber leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen.
In Hoard schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Drachens mit einem einzigen Ziel - einen massiven Goldschatz zu horten, indem sie in einem mittelalterlichen Königreich Chaos anrichten. Das Konzept selbst ist zweifellos verlockend und erweckt Bilder aus der goldenen Ära der Arcade-Spiele. Doch gerade in der Umsetzung schwächelt Hoard.
Das Gameplay, das anfangs noch fesselnd ist, wird schnell eintönig und repetitiv. Die Hauptaktivitäten, wie das Erschrecken von Städten, Entführen von Prinzessinnen, Verbrennen von Rittern und das Stürzen von Giganten, werden schon nach kurzer Zeit langweilig, da es kaum Variationen oder Tiefe gibt, die die Spieler bei Laune halten. Es fehlt diesem Spiel an dem süchtig machenden Faktor, der Retro-Spiele so zeitlos macht.
Darüber hinaus gelingt es Hoard nicht, den nostalgischen Charme klassischer Spiele in Grafik und Sounddesign einzufangen. Während der Grafikstil versucht, Retro-Ästhetik zu imitieren, fehlt es ihm an Liebe zum Detail und dem Feinschliff, der Spieler wirklich in eine andere Zeit versetzen würde. Die Optik wirkt gedämpft und der Soundtrack hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.
Das gesagt, wäre es unangebracht, nicht einige positive Aspekte von Hoard anzuerkennen. Das Spiel bietet durchaus eine ordentliche Herausforderung, denn strategisches Denken und Planung sind nötig, um den eigenen Schatz zu maximieren. Es gibt eine gewisse Zufriedenheit dabei zuzusehen, wie der Goldhaufen wächst, auch wenn der Weg dorthin enttäuschend sein kann.
Zusätzlich trägt der Mehrspieler-Modus zu etwas Spannung bei, indem er Spielern ermöglicht, mit Freunden in ihrem Drachen-Schatzraub-Unterfangen zu konkurrieren oder zusammenzuarbeiten. Dieser Aspekt verleiht dem ansonsten enttäuschenden Erlebnis einen gewissen Wiederspielwert.
Letztendlich erfüllt Hoard für den PC nicht die Erwartungen eines erfahrenen Retro-Gaming-Enthusiasten wie mir. Obwohl es versucht, den Geist klassischer Arcade-Spiele mit seinem Konzept und Gameplay einzufangen, fehlt es ihm an Tiefe, Feinschliff und dem süchtig machenden Faktor, der es zu einem herausragenden Titel machen würde. Mit einer Bewertung von 3,5/10 ist es schwer, Hoard Spielerinnen und Spielern zu empfehlen, die sich nach einem authentischen Retro-Gaming-Erlebnis sehnen.
































