Gothic 3: Forsaken Gods für den PC nimmt die Spieler mit auf eine nostalgische Reise zurück in die Welt von Myrtana, wo der namenlose Held und Xardas sich in ein Exil zwischen Raum und Zeit zurückgezogen haben. Während sie den andauernden Konflikt zwischen Orks und Menschen beobachten, eskalieren die Spannungen und führen zu einer bitteren Uneinigkeit unter Verbündeten.
Das Konzept des Spiels verspricht viel und weckt Erinnerungen an klassische Rollenspiele. Doch Gothic 3: Forsaken Gods kann dieses Potenzial leider nicht erfüllen und erhält eine enttäuschende Bewertung von 2/10.
Einer der Hauptmängel dieser Fortsetzung ist die schwache Umsetzung. Obwohl das Spiel versucht, die Bedeutung der Vereinigung von Myrtana unter einem neuen Reich zu betonen, das sowohl Orks als auch Menschen beinhaltet, gelingt es der Handlung nicht, die Spieler zu fesseln. Die Erzählung wirkt zusammenhangslos und fehlt der Tiefe und dem Intrigenreichtum, die die vorherigen Spiele der Serie so ausgezeichnet haben.
Darüber hinaus lassen die Spielmechaniken viel zu wünschen übrig. Die Kämpfe fühlen sich oft umständlich und ungenau an und mindern so leider das gesamte Spielerlebnis. Die Quests bieten wenig Abwechslung und Originalität und können den anspruchsvollen Herausforderungen, die Retro-Gamer suchen, nicht gerecht werden.
Trotz dieser Mängel schafft es Gothic 3: Forsaken Gods einige Elemente einzufangen, die eine nostalgische Atmosphäre erzeugen. Die Welt von Myrtana ist wunderschön gestaltet, mit weitläufigen Landschaften, alten Ruinen und komplexen Dungeons, die darauf warten, erkundet zu werden. In diesen Umgebungen liegt ein gewisser Charme, der an die klassischen RPGs vergangener Zeiten erinnert und Spielern das Potenzial des Spiels vor Augen führt.
Zusammenfassend lässt Gothic 3: Forsaken Gods für den PC in vielen Aspekten zu wünschen übrig, kann aber dennoch einige positive Eigenschaften aufweisen. Die nostalgische Atmosphäre und das Potenzial für eine fesselnde Handlung sind bemerkenswerte Stärken des Spiels. Jedoch halten die schwache Umsetzung, die umständlichen Spielmechaniken und die einfallslosen Quests es letztendlich davon ab, sein volles Potenzial auszuschöpfen.
































