Earth 2160, die lang ersehnte Fortsetzung der beliebten Earth-Serie, versucht, die Magie ihrer Vorgänger wieder aufleben zu lassen, scheitert jedoch leider in vielen Bereichen. Als erfahrener Retro-Gamer kann ich die Bemühungen, die Marke Earth fortzusetzen, schätzen, aber es fällt schwer, die Mängel des Spiels zu übersehen.
Das Konzept von Earth 2160 ist vielversprechend - die Menschheit hat die zusammenbrechende Erde hinter sich gelassen und sich für einen Neuanfang zum roten Planeten gewagt. Mit drei Fraktionen zur Auswahl - der Eurasischen Dynastie, den Vereinigten Zivilisierten Staaten und der Lunar Corporation - haben die Spieler die Möglichkeit, die Zukunft dieser neuen Welt zu gestalten. Die Umsetzung lässt allerdings zu wünschen übrig.
Eine der größten Enttäuschungen von Earth 2160 sind die schlechten Grafiken. Während es möglicherweise unfair ist, ein Spiel aus dem Jahr 2005 nach heutigen Maßstäben zu beurteilen, waren die visuellen Effekte selbst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung enttäuschend. Die Umgebungen lassen an Details vermissen und die Charaktermodelle wirken steif und leblos. Es lässt sich nicht leugnen, dass die ästhetische Gestaltung des Spiels im Vergleich zu seinen Zeitgenossen nicht gut gealtert ist.
In Bezug auf das Gameplay bietet Earth 2160 die traditionelle Echtzeitstrategie-Erfahrung des Sammelns von Ressourcen, dem Bau von Basen und dem Kampf gegen feindliche Fraktionen. Es gibt jedoch wenig Innovation in diesen Mechaniken und das Spiel fühlt sich wie eine Neuauflage von Elementen an, die man bereits in unzähligen anderen Echtzeitstrategie-Titeln gesehen hat. Es ist eine verpasste Chance, dem Genre etwas Neues und Spannendes zu bringen.
Ein Aspekt von Earth 2160, der Lob verdient, sind die vom Abenteuer inspirierten Aufgaben. Diese bieten eine willkommene Abwechslung vom eintönigen Bauen von Basen und Kämpfen und verleihen dem Spiel ein Gefühl von Erkundung und Entdeckung. Diese Aufgaben erzeugen ein nostalgisches Gefühl, das an klassische Spiele erinnert, die Genres vermischt haben und ein vielfältigeres Spielerlebnis geboten haben.
Insgesamt betrachtet mag Earth 2160 eine hoch erwartete Fortsetzung der Earth-Serie gewesen sein, enttäuscht jedoch letztendlich. Die mangelhaften Grafiken, einfallslosen Gameplay-Mechaniken und verpassten Chancen für Innovation machen es zu einem vergessenswerten Eintrag im Echtzeitstrategie-Genre. Obwohl es Anzeichen von Nostalgie und abenteuerlichen Aufgaben gibt, werden diese von den allgemeinen Mängeln des Spiels überschattet. Wenn Sie ein eingefleischter Fan der Earth-Serie sind, werden Sie vielleicht Freude daran haben, diesen Titel erneut zu besuchen, aber für die meisten Retro-Gamer ist es am besten, es in den Annalen der Spielegeschichte zu belassen.
































