Disorder for PC entführt die Spieler in eine düstere und chaotische Zukunftsvision, in der Krieg zum harten Alltag geworden ist. Entwickelt von Swagabyte Games und veröffentlicht von ScrewAttack LLC bietet Disorder eine einzigartige Mischung aus Ego-Shooter-Action und intensiven Mehrspielerkämpfen. Obwohl das Spiel versucht, die Essenz des klassischen Retro-Gamings einzufangen, bleibt die Umsetzung in einigen Bereichen hinter den Erwartungen zurück und sorgt für ein weniger herausragendes Spielerlebnis.
Visuell strahlt Disorder einen nostalgischen Charme aus, mit seinen pixeligen Grafiken, die an die Anfänge des Gaming erinnern. Diese bewusste stilistische Wahl könnte bei Retro-Gaming-Enthusiasten, die sich nach der Einfachheit und dem Charme der Vergangenheit sehnen, Anklang finden. Die Umgebungen, obwohl in ihrer Vielfalt begrenzt, sind gut gestaltet und vermitteln einen Eindruck von Verwüstung und kriegsgebeutelten Landschaften. Allerdings lenkt der Mangel an grafischer Feinheit manchmal von dem Gesamterlebnis ab und lässt die Spieler nach mehr Liebe zum Detail verlangen.
Eine der herausragenden Eigenschaften von Disorder ist der Mehrspielermodus, der es den Spielern ermöglicht, weltweit gegeneinander anzutreten. Die actionreichen und strategischen Gameplay-Elemente erzeugen atemberaubende Momente, die an die glorreichen Zeiten des Wettkampf-Spielens erinnern. Die Möglichkeit, sich mit Freunden zusammenzuschließen und Angriffe zu koordinieren, verleiht dem Spiel zusätzliche Tiefe. Allerdings ist das Matchmaking-System fehlerhaft und führt oft zu unausgeglichenen Teams und frustrierenden Spielerlebnissen. Es wird deutlich, dass in diesem Bereich noch Feinabstimmungen erforderlich sind, um ein reibungsloses und angenehmes Mehrspielererlebnis zu gewährleisten.
Trotz des Versuchs, die Essenz der klassischen Retro-Shooter einzufangen, bleibt Disorder bei der Waffen Vielfalt und den Gameplay-Mechaniken hinter den Erwartungen zurück. Das begrenzte Waffenarsenal fühlt sich uninspiriert an und bietet nicht die strategische Tiefe, die man von einem Ego-Shooter erwarten würde. Zusätzlich können die Steuerungselemente umständlich und unresponsiv sein, was präzises Zielen und Bewegen zu einer frustrierenden Aufgabe macht. Diese Mängel verhindern, dass Disorder sein volles Potenzial ausschöpft und hinterlassen bei den Spielern ein unbefriedigendes Gefühl.
Während Disorder bei denjenigen, die eine nostalgische Zeitreise suchen, Anklang finden kann, verhindern der Mangel an Feinschliff, die begrenzte Waffenvielfalt und die umständliche Steuerung, dass das Spiel unter den vielen angebotenen retro-inspirierten Spielen hervorsticht. Mit einer Videospielwertung von 3,5/10 bleibt Disorder hinter dem Anspruch zurück, ein fesselndes und mitreißendes Spielerlebnis zu bieten. Dennoch kann Disorder für eingefleischte Retro-Gaming-Enthusiasten, die nach einer Prise Nostalgie suchen, vorübergehend Abhilfe schaffen, bis ein raffinierteres und vollendeteres Erlebnis auf den Markt kommt.
































