Around the World in 80 Days für den Game Boy Advance versucht, die Spannung und Abenteuerlust des klassischen Romans von Jules Verne einzufangen, scheitert jedoch in mehreren wichtigen Bereichen. Als erfahrener Retro-Gaming-Enthusiast schätze ich zwar das nostalgische Gefühl dieses Spiels, aber es ist wichtig, eine ausgewogene Kritik an seinen Schwächen zu bieten.
Eines der ersten Dinge, die mir an diesem Spiel auffielen, war das Fehlen von Informationen über den Herausgeber. Es ist immer hilfreich zu wissen, wer hinter einem Spiel steht und wie die Erfolgsbilanz ist, aber leider scheint diese Information nicht vorhanden zu sein. Ich kenne jedoch den Entwickler, Saffire, der in der Vergangenheit gemischten Erfolg hatte.
Die Grundidee des Spiels, basierend auf der berühmten Wette, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, bietet großes Potenzial für ein aufregendes und abwechslungsreiches Spielerlebnis. Und obwohl es Momente gibt, die den Geist des Abenteuers einfangen, lässt die Umsetzung viel zu wünschen übrig. Die Steuerung fühlt sich schwerfällig und unempfindlich an, was es frustrierend macht, sich durch die verschiedenen Herausforderungen und Hindernisse zu bewegen.
Die Grafik, obwohl nicht besonders beeindruckend, vermittelt einen nostalgischen Charme, der an klassische Spiele aus der Vergangenheit erinnert. Die pixeligen Sprites und einfachen Hintergründe erinnern an eine Zeit, in der die Spielgrafik nicht so fortschrittlich war, aber trotzdem effektiv waren. Für Retro-Gaming-Enthusiasten kann dies ein Punkt der Wertschätzung sein.
Ein Bereich, der mich wirklich enttäuscht hat, war das Fehlen von Spieltiefe. Around the World in 80 Days ist ein wiederholendes und monotonisches Erlebnis, mit wenig Abwechslung in den Aufgaben und Herausforderungen für den Spieler. Das Spiel wird schnell zu einer anstrengenden Langeweile, ohne die Spannung und das Gefühl des Fortschritts, die ein Abenteuer dieser Art begleiten sollten.
In Bezug auf den Sound ist das Spiel erträglich, aber unscheinbar. Die Musik und Soundeffekte sind vergessen, und tragen nicht wesentlich zur Atmosphäre des Spiels bei. Dies ist jedoch eine gemeinsame Eigenschaft vieler Vintage-Spiele, daher kann es für diejenigen ansprechend sein, die ein authentisches Retro-Erlebnis suchen.
Insgesamt muss ich Around the World in 80 Days für den Game Boy Advance eine Bewertung von 3,5/10 geben. Obwohl es einige Elemente der Nostalgie einfängt und einen charmanten visuellen Stil bietet, behindern die schwere Steuerung, das repetitive Gameplay und das Fehlen von Spieltiefe letztendlich sein Potenzial. Für Hardcore-Retro-Gaming-Enthusiasten oder Fans des Originalromans mag es einen gewissen Reiz haben, aber für die meisten Spieler kann es kein fesselndes und unterhaltsames Erlebnis bieten.
































