Code of Princess, ein actionreiches Rollenspiel-Brawler für den Nintendo 3DS, versucht, die Essenz des klassischen Retro-Gamings einzufangen, doch bei der Umsetzung scheitert es leider. Entwickelt vom Studio Saizensen und veröffentlicht von Atlus, kombiniert dieser Titel Elemente von Prügelspielen mit RPG-Mechaniken und zielt darauf ab, ein fesselndes und nostalgisches Spielerlebnis zu bieten. Während es sicherlich Erinnerungen an geliebte Vintage-Spiele weckt, kämpft es letztendlich damit, den hohen Standards seiner Vorgänger gerecht zu werden.
Ein Bereich, in dem Code of Princess glänzt, ist seine Mehrspielerfunktion. Spieler können sowohl kooperative als auch kompetitive Mehrspielermodi nutzen und so spannende, actiongeladene Kämpfe mit Freunden ausfechten. Die Möglichkeit, sich zusammenzuschließen oder gegeneinander anzutreten, verleiht dem Gameplay eine zusätzliche Dimension und bietet stundenlangen Spaß für Retro-Gaming-Enthusiasten.
Die visuellen Effekte in Code of Princess wecken Nostalgie und erinnern an ältere seitwärts scrollende Prügelspiele. Die Charaktere und Umgebungen sind wunderschön gestaltet und zollen den Retro-Kunststilen Tribut, die das Genre geprägt haben. Auch wenn die 3D-Funktionen des Nintendo 3DS nicht vollständig genutzt werden, schaffen es die 2D-Grafiken dennoch, die Spieler mit ihrem Charme und ihrer Einfachheit zu fesseln.
Jedoch zeigt Code of Princess Schwächen bei den Gameplay-Mechaniken und im Gesamtdesign. Das Kampfsystem wirkt schwerfällig und fehlt an Flüssigkeit, wodurch die Kämpfe zuweilen unansprechend und frustrierend erscheinen. Die Steuerung leidet ebenfalls unter Ungenauigkeiten, was die Fähigkeit des Spielers, Bewegungen reibungslos auszuführen, beeinträchtigt. Dieses mäßige Spielerlebnis mindert das Potenzial des Spiels und lässt die Spieler sich nach den präzisen und genauen Kontrollen in klassischen Retro-Titeln sehnen.
Des Weiteren wirken die RPG-Elemente in Code of Princess unausgereift und es mangelt ihnen an Tiefe. Die Charakterentwicklung ist begrenzt und es stehen nur wenige grundlegende Upgrades zur Verfügung, was wenig Raum für unterschiedliche Spielstile oder individuelle Anpassungen lässt. Auch die Geschichte schafft es nicht, die Spieler zu fesseln und es fehlt ihr an der Tiefe und Komplexität, nach denen sich Retro-Gaming-Enthusiasten sehnen. Sie wirkt flach und uninteressant und schafft es nicht, die Essenz des Geschichtenerzählens zu erfassen, die in Retro-RPGs zu finden ist.
Zusammenfassend versucht Code of Princess, den Zauber des klassischen Retro-Gamings wiederzubeleben, scheitert jedoch in mehreren wichtigen Bereichen. Während die Mehrspielerfunktion und die nostalgischen visuellen Effekte lobenswert sind, lassen die umständlichen Gameplay-Mechaniken und die unausgereiften RPG-Elemente viel zu wünschen übrig. Retro-Gaming-Enthusiasten mögen etwas Freude an der bezaubernden Ästhetik finden, aber insgesamt kämpft Code of Princess damit, den hohen Standards gerecht zu werden, die von seinen Vorgängern gesetzt wurden.
































